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Data-driven Commerce ist in aller Munde. Um das Thema greifbarer zu machen und den Einstieg in den datengestützten Handel zu erleichtern, hat der BVDW im August 2020 einen Leitfaden zum Data-driven Commerce veröffentlicht. Als Lab-Leiter beim BVDW habe ich bei der Entwicklung des Leitfadens mitgewirkt und vor einiger Zeit die Eckpunkte des Leitfadens auf unserem Blog vorgestellt. Aber ist Data-driven Commerce auch schon im Handel angekommen? In welchem Zusammenhang stehen Data-driven Commerce und Risikomanagement? Und wie sieht das Risikomanagement zukünftig aus? Dazu möchte ich Ihnen gerne meine Einschätzung geben.

Dieses Jahr war ein spannendes Jahr für die Entwicklung des Digital Commerce. Nicht nur Corona-bedingt hat der Online-Handel in den letzten Monaten einen Schub erfahren. Die Notwendigkeit eines starken Online-Standbeins für Händler ist offensichtlicher als es vorher schon war. Durch Gespräche mit Kunden und den Austausch mit Kollegen in der Branche wurde deutlich, dass das Verständnis und die Vorteile von Data-driven Commerce und insbesondere auch Data-driven Risk Solutions erkannt werden. Denn durch den gezielten Einsatz von Daten können Anbieter Potenziale besser ausschöpfen und Risiken minimieren.

Data-driven Commerce als strategische Entscheidung

Die Einführung von Data-driven Commerce ist immer auch eine strategische Entscheidung. Wir unterstützen und begleiten unsere Kunden bei diesem Prozess. Wie das genau aussieht, möchte ich Ihnen kurz beschreiben:

Im ersten Schritt wird gemeinsam mit dem Kunden eine Bestandsaufnahme des Online-Shops gemacht, um daraus Ziele abzuleiten. Auf dieser Basis wird dann im zweiten Schritt eine individuelle Lösung für das datengestützte Business des Kunden aufgesetzt. Unser Team aus erfahrenen Projektmanagern unterstützt unsere Kunden bei der operativen Transformation, also vom traditionellen Handel hin zum Data-driven Commerce. Sie brechen Datensilos auf und verbinden diese zu smarten Lösungen mittels unserer Plattform CUBE.

Diese Lösungen ergeben eine individuelle Customer Journey. CUBE kann derart individualisiert werden, dass Nutzerzufriedenheit auf der einen Seite und wirtschaftliche Ziele des Anbieters auf der anderen Seite besser erreicht werden können.

Data-driven Risk Solutions – sicher aufgestellt für die Zukunft

Insbesondere Risikomanagementlösungen sind ein wesentlicher Bestandteil von Data-driven Commerce. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Risikomanagement in der Öffentlichkeit häufig mit Risikovermeidung assoziiert wird. Risikomanagement deckt aber Potenziale auf. Denn erst der Einsatz von Daten ermöglicht es, dem Kunden einen individuellen Payment-Mix anzubieten, der zugleich ein möglichst geringes Risiko für den Anbieter darstellt. Dadurch kann die Conversion Rate optimiert und der Umsatz gesteigert werden. Das macht deutlich, dass datengestützte Risikomanagementlösungen die Zukunft für den erfolgreichen Online-Handel sind.

Der Trend zum Data-driven Commerce zeigt aber auch, dass Datenmengen zukünftig größer und auch deutlich komplexer werden. Regelwerke u.a. zur Risikosteuerung können zukünftig nur über Künstliche Intelligenz gesteuert werden. Insbesondere das Machine Learning steht hier im Fokus.

Zusammenfassend wird deutlich, dass Daten zu managen in Zukunft eine immer wichtigere und deutlich komplexere Aufgabe sein wird. Und genau das macht es so spannend für mich. Ich versuche meine Begeisterung für Data-driven Commerce auch an meine Gesprächspartner weiterzugeben. Ich möchte unsere Kunden nicht nur technisch abholen, sondern auch emotional. Dabei will ich die Implementierung einer neuen Software und Kultur nicht nur erträglich machen; ich will dafür begeistern.

Bildquelle: ipopba / iStockphoto

Autor

Adrian Brosterhues-Niedziolka hat 2017 den neu geschaffenen Geschäftsbereich Risk Solutions bei Boniversum aufgebaut. Als Head of Risk Solutions verantwortet er die Entwicklung und den Betrieb der Cloud-basierten Risikomanagement-Plattform "CUBE".