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Auf den klassischen Reisebüro-Besuch zu verzichten und die eigene Urlaubsreise lieber Zuhause online zu buchen, erfreut sich bei den Deutschen großer Beliebtheit. Wie unsere aktuelle Umfrage zeigt, haben das in den letzten zwölf Monaten knapp 60 Prozent der Verbraucher getan.

Ein Drittel bucht dabei die Urlaubsreise gerne kurzfristig, also mit einem Vorlauf von unter 30 Tagen vor Reiseantritt. Störfaktor für viele Verbraucher dabei ist allerdings nach wie vor das eingeschränkte Angebot der Zahlarten. Hier hat sich den letzten Jahren wenig getan – die Kreditkarte wird im kurzfristigen Bereich immer noch häufig als einzige Zahlart angeboten. Nicht außer Acht zu lassen: nicht jeder besitzt überhaupt eine Kreditkarte.

Der Verbraucher möchte aber auch seine Reise mit seinen beliebten Zahlarten, die er aus dem E-Commerce kennt, bezahlen. Zahlungsarten wie Last­schrift­verfahren, Rechnung und Ratenzahlung findet der Online-Bucher aber leider nur selten. Fatal, denn die Umfrage zeigt, dass rund 70 Prozent ihre Urlaubs­reisen sogar häufiger online buchen würden, wenn ihnen die Bezahl­optionen „Lastschrift“ oder „Kauf auf Rechnung“ angeboten würden. 

Die Vorliebe für diese Bezahlmethoden birgt definitiv Potenzial für Mehrumsatz, denn wie heißt es so schön: der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht umkehrt. Viele Reiseveranstalter und Vermittlungsplattformen verschenken dadurch regelmäßig Umsatz!

Schade, wie ich finde! Denn es könnte ja im Prinzip so einfach sein: weitere Zahlarten anbieten und Mehrumsatz und eine höhere Akzeptanz beim Verbraucher erlangen. Natürlich in Verbindung mit einem gezielten Risikomanagement und unter Berücksichtigung der Stornokonditionen der Reiseveranstalter.

Und man beachte: Bleibt man bei dem Angebot einer Zahlart wie der Kreditkarte, hören sich ein bis zwei Prozent Disagio auf die Reisebuchungen auf den ersten Blick vielleicht nicht viel an, aber bei einer durchschnittlichen Reise für zwei Personen sprechen wir schnell von 1.500 Euro Buchungshöhe und damit 15 bis 30 Euro Disagio.

An Stelle dieser Kosten können Reiseanbieter eine Menge Risiko- und Betrugschecks nutzen und liegen in der Gesamtbetrachtung kostentechnisch immer noch unter der Kreditkarte inkl. Zahlungsausfall!

Bildquelle: evgenyatamanenko  / iStockphoto.com

Marc Leske
Autor

Marc Leske – Head of Sales E-Commerce - ist seit über 10 Jahren für Boniversum tätig. Seine langjährigen Erfahrungen mit Start-ups, großen E-Commerce-Unternehmen und Online-Reiseveranstaltern machen ihn zu einem Experten in Sachen Risikosteuerung im Onlinehandel.

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