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Persönlich begleiten mich die Themen Digitalisierung, Risikomanagement und E-Commerce bereits seit den frühen 2000ern. Als Head of Risk Solutions verantworte ich bei Boniversum die Entwicklung und den Betrieb der Cloud-basierten Risikomanagement-Plattform „CUBE“. Zudem engagiere ich mich seit einigen Jahren im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW).

Gemeinsam mit Kollegen aus zahlreichen Unternehmen haben wir im BVDW den Leitfaden „Data-driven Commerce“ entwickelt, um das Thema greifbarer zu machen und den Einstieg in den datengestützten Handel zu erleichtern. Durch die Digitalisierung der gesamten Customer Journey gewinnt der datengestützte Handel zunehmend an Bedeutung. Daten fallen vom ersten Kontakt des Interessenten mit Werbemaßnahmen bis zum Kaufabschluss und weit darüber hinaus an.

Während der datenschutzkonforme Einsatz von Daten einen klaren Wettbewerbsvorteil darstellt, zeichnet sich in vielen Branchen noch immer eine große Unsicherheit in der Nutzung von Data-driven Commerce ab. Der BVDW-Leitfaden zeigt, dass rund 50 Prozent der befragten Händler sich unsicher sind, wie datengetriebene Methoden für den Geschäftserfolg eingesetzt werden können. Die große Mehrheit, mit 93 Prozent, nutzt keine Daten, die mit externen Quellen angereichert sind.

Wer erfolgreich sein will, muss Daten nutzen

Daten schaffen eine höchst individuelle Customer Journey. Die Nutzeransprache wird relevanter und begrenztes Marketingbudget kommt zielgenau zum Einsatz. Angebote, wie Gutscheine, oder sogar die komplette Preisgestaltung können derart individualisiert werden, dass gleichzeitig Nutzerzufriedenheit als auch wirtschaftliche Ziele besser erreicht werden. Denn erst der Einsatz von Daten ermöglicht einen Payment-Mix, der kundenspezifisch ist und zugleich ein möglichst geringes Risiko für den Anbieter darstellt. Das wiederum kann die Conversion Rate optimieren und Umsatz steigern.

Künstliche Intelligenz: Chance und Herausforderung

Der Wunsch der Verbraucher, auf unterschiedlichen Kanälen umfassend und individuell bedient zu werden, steigert die Anforderungen an Händler. Zum einen müssen alle relevanten Prozesse digitalisiert werden. Zum anderen ist eine Vielzahl an Daten sowie ein zentrales System zur Aggregation aller Datensätze zu empfehlen. Künstliche Intelligenz kann dabei helfen, diese Daten auszuwerten und gewinnbringend einzusetzen.

Um Künstliche Intelligenz erfolgreich einzusetzen, benötigen Unternehmen zunächst die richtige Strategie. Möglicherweise wird auch ein spezialisierter Dienstleister benötigt, der die KI-Anwendung umsetzt. Hier gilt: Auch Lerndaten unterliegen der DSGVO.

So gelingt Händlern der Einstieg in den Data-driven Commerce

Im BVDW-Leitfaden „Data-driven Commerce“ finden Händler hilfreiche Tipps für den Einstieg ins datengestützte Verkaufen. Es wird ein Überblick gegeben, welche Daten, wie viele und wofür, nötig sind. Anhand von konkreten Anwendungsbeispielen – unter anderem im Bereich Risikomanagement – zeigt der Leitfaden, wie der Einsatz von Daten das Business erfolgreicher macht. Der Leitfaden steht als kostenloser Download auf der BVDW-Website zur Verfügung.

Bildquelle: Tierney / Adobe Stock

Autor

Adrian Brosterhues-Niedziolka hat 2017 den neu geschaffenen Geschäftsbereich Risk Solutions bei Boniversum aufgebaut. Als Head of Risk Solutions verantwortet er die Entwicklung und den Betrieb der Cloud-basierten Risikomanagement-Plattform "CUBE".