Suchen nach:

Die Corona-Pandemie hat nicht nur unseren Alltag nachhaltig beeinflusst. Bei Urlaubsplänen waren die deutschen Verbraucher in den vergangenen eineinhalb Jahren zurückhaltend. Ob die aktuell wieder rasant steigenden Inzidenzwerte dazu führen, dass der Winterurlaub in der Sonne einmal mehr verschoben wird, wird sich zeigen.

Der Reiseveranstalter TUI geht davon aus, dass in 2022 insbesondere Fernreisen verstärkt nachgefragt werden. Allein die Ankündigung der USA, die Einreise für Touristen zu ermöglichen, habe die Nachfrage beflügelt.1

Schon im Spätsommer sah es so aus, als wenn die Deutschen am liebsten in den nächsten Flieger Richtung Sonne steigen wollten. Laut einer Auswertung der Flugsuchmaschine Swoodoo haben im August die Suchanfragen für internationale Flugreisen mit Abflug Herbst um 100 Prozent im Vergleich zum Vormonat zugelegt.2

Die Auswertung von Swoodoo zeigt aber auch: Flüge werden deutlich früher gesucht als vor der Pandemie. Demnach werden Inlandsflüge im Schnitt 24 Tage vor Abflug in der Suchmaschine gesucht. In 2019 waren es nur 16 Tage vor Abflug. Flugreisen innerhalb Europas werden sogar 38 Tage im Voraus geplant vs. 24 Tagen in 2019 und Reisen zu internationalen Zielen 52 Tage vor Abflug vs. 35 Tage in 2019.

Beim Last-Minute-Portal 5vorFlug hingegen, die Pauschalreisen anbieten, entscheiden sich viele für eine sehr kurzfristige Buchung. 40 Prozent der Bucher des Portals verreisen innerhalb weniger Tage nach Buchung.3

Pauschalreisen sind Reisepakete, bei denen Flüge, Transfer und Unterkunft zu einem Paket gebündelt werden. Für die Flüge gehen Reiseveranstalter bei den Fluggesellschaften in Vorleistung und tragen somit das Ausfallrisiko des Verbrauchers.

Gerade das Verhältnis von Buchungstag zu Abreisetag ist für Reiseveranstalter im Hinblick auf das Risikomanagement besonders interessant. Unsere internen Auswertungen haben gezeigt: je kürzer der Abstand zwischen Buchungstag und Abreisetag, desto größer das Risiko für Zahlungsausfälle.

Bei Last-Minute Reisen werden aufgrund der Kurzfristigkeit in der Regel keine unsicheren Zahlungsarten, z. B. der Kauf auf Rechnung oder der Lastschriftkauf angeboten. Dabei gehören diese beiden Zahlungsarten zu den beliebtesten bei den Deutschen. Unsere letzte Umfrage zur Nutzung von Onlinediensten hat gezeigt, knapp ein Viertel der Befragten nutzen am liebsten den „Kauf auf Rechnung“. Für Reiseveranstalter steckt hier also Mehrumsatz. Mit einem gezielten Risikomanagement lassen sich auch bei den so genannten unsicheren Zahlungsarten die Zahlungsausfälle auf ein Minimum reduzieren.

Und auch ein Blick auf die Reiserouten lässt Zahlungsausfälle minimieren. In einer internen Auswertung konnten wir feststellen, dass das Risiko für Zahlungsstörungen auf bestimmten Reiserouten höher ist. So bleiben Reiseveranstalter bei Destination in Spanien eher auf ihren Kosten sitzen als bei Urlaubszielen in der Türkei oder Ostasien. In unserer Risikomanagement-Plattform CUBE lassen sich solche und andere relevante Parameter hinterlegen und mithilfe komplexer Algorithmen in die Risikobewertung integrieren und entsprechend gewichten.

Bereiten Sie sich jetzt schon auf die steigende Nachfrage vor und setzen Sie Risikomanagement Lösungen ein, um Zahlungsausfälle zu minimieren.


1Reisetrends 2022: Diese Ziele sind nächstes Jahr angesagt (reisereporter.de)
2Reisetrends 2021: Suchanfragen für den Herbsturlaub steigen im Vergleich zum Vormonat um bis zu 103 Prozent, swoodoo AG, Pressemitteilung – lifePR
3Last-Minute-Urlaub: Deutsche buchen kurzfristig wie nie zuvor (rnd.de)
4Boniversum Verbraucherumfrage März 2021; Frage 4: Gewünschte Bezahlverfahren im Onlinehandel: 30% Bezahlsysteme, 24% Kauf auf Rechnung, 14% Kreditkarte, 11% Lastschriftverfahren, Digitale Rechnungsanbieter, 3% Googlepay/ Applepay, 8% Sonstige

Bildquelle: Prostock-Studio / iStockphoto

Autor

Marc Leske – Head of Sales E-Commerce - ist seit über 10 Jahren für Boniversum tätig. Seine langjährigen Erfahrungen mit Start-ups, großen E-Commerce-Unternehmen und Online-Reiseveranstaltern machen ihn zu einem Experten in Sachen Risikosteuerung im Onlinehandel.